PHYSIO TRAVEL VIETNAM
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Tag 44 - 50 Eine erlebnisreiche Woche...

Die folgende Woche war sehr erlebnisreich. Am Mittwoch, den 11.12.2013 ging es so richtig los. Da wir diesen Nachmittag frei hatten, trafen wir uns zum Mittagessen mit einer sehr lieben, deutschen Arbeitskollegin, Kerstin. Da sie schon einige Zeit in Hue lebt und es liebt die Gegend zu erkunden, beschlossen wir gemeinsam mit zwei Mopeds eine Rundfahrt zu machen. Dies ließ sich sehr gut mit dem Essen gehen verbinden, da das vegetarische Restaurant, in das wir gingen, ziemlich außerhalb von Hue liegt. In dieser Gegend waren wir noch nie gekommen und wo staunten wir, wie ruhig und friedlich es hier war. Kleine Bäche am Straßenrand, Reisfelder, Wiesen, in denen Ochsen grasten umringt von weißen Reihern, wie wunderschön kitschig. Kerstin nahm uns auf eine abenteuerliche Tour mit und zeigte uns Wege, die wir sonst nie gefahren wären. Schlammige, holprige Wege versehen mit einigen Schlaglöchern, die die Fahrt erst so richtig spannend machten. Dank dieser Rundfahrt konnten wir einen guten Überblick dafür bekommen, welche Gräber, Paläste und Pagoden wir uns in Zukunft noch genauer ansehen können (Es waren noch einige untouristische Geheimtipps dabei).

Im Restaurant angekommen, bestellte Kerstin nach vietnamesischer Art viele verschiedene Gerichte, die in der Mitte des Tisches platziert wurden und jeder konnte nach Belieben zugreifen. Es waren viele super leckere Sachen dabei, die wir jedoch absolut nicht definieren können. Auf jeden Fall viel Gemüse, viel Reis und Tofu – Yummy.

Am nächsten Tag luden wir nach einem arbeitsreichen Tag als kleines Dankeschön die Office und unsere physiotherapeutische Arbeitskollegen, zum Hier ach so beliebten Karaoke ein. Im Gegensatz dazu spendierten uns unsere Kollegen ein Essen in ein einheimisches Restaurant, indem nur Ente serviert wird. Unsere Skepsis war nicht umsonst sehr groß. Ganz typisch steht vor dem Restaurant eine Glasvitrine, darin befinden sich fünf bis zehn gelblich verfärbte, gerupfte Enten, jedoch noch mit Kopf, Schnabel, Beinen und Augen, die dich anblicken. Serviert wurde uns ein großer buntgemischter Haufen Salat mit Entenstückchen. Der Salat schmeckte sehr lecker und interessant, doch die Ente war für unseren Geschmack nahe zu ungenießbar. Nur schlapprige Haut und Knochen, dazwischen wenn man etwas Glück hatte ein kleines Stückchen Fleisch. Natürlich taten wir so, als würde es uns recht schmecken. Danach ging es ab zur Karaoke. Ein funky Raum im 70iger Jahre Style mit riesen Sofa und sogar einem Fenster, von dem Kerstin sichtlich begeistert war. Zum Aufwärmen und Spektakel beäugen  ließen wie unsere vietnamesischen Kollegen beginnen. Sie schmetterten eine romantische, vietnamesische Ballade mit „wunderschöner“ Keyboardbegleitung, nach der anderen. Nach längerem Beobachten fühlten wir uns der Herausforderung gewappnet. Um die Launen zu heben und ein wenig Stimmung zu machen, entschieden wir uns für den Klassiker „Barbie-Girl“ und legten eine berauschende Performance dazu hin. Die Menge tobte. Nun waren wir zu Hochform aufgelaufen und waren nicht mehr zu bremsen. Es blieb zwar bei den vietnamesischen Songs, jedoch nicht mehr ganz so viele Balladen, sondern mit ein wenig mehr Pep. Wir legten einige heiße Tanznummern aufs Parket, wobei wir gefilmt und bejubelt wurden. Mit dem Abschlusssong „Lemon Tree“ knackten wir noch den High - Score und dann ging es ganz nach vietnamesischer Art um 21:00 Uhr nach Hause.


Am Freitag ging es mit dem vollen Terminplan weiter. Wir trafen uns am Abend mit ein paar Einheimischen, die wir Tage zuvor kennen gelernt hatten. Gemeinsam gingen wir auf den Nachtmarkt. Überrumpelt und überfordert von den vielen Lichtern, den vielen Leuten und dem ganzen Krimskrams, stolperten wir von einem Stand zum Anderen. Gekauft wurde nichts, aber dafür viel beäugt und beobachtet und schnell war zu sehen, dass die Touristen, wie sonst überall auch, über den Tisch gezogen wurden. Als wir genug gestaunt hatten, wurden wir  noch spontan von den Vietnamesen in ein Straßenlokal zum Essen eingeladen. Viele niedrige Plastikhocker und Tischchen, die Küche besteht aus ein paar auf einander gestapelten Kisten, am Boden stehende Schüsseln gefüllt mit Gemüse, dreckigem Geschirr oder Wasser. Wie wir bereits in einem anderen Eintrag beschrieben haben, werden auch hier der ganze Müll und die Reste am Boden geworfen. Wir bekamen Sticky – Rice und Nurn Gai (ß Dies ist nicht die korrekte vietnamesische Version, sondern die unsere Eingedeutschte). Gebracht wurde uns ein „kleiner Steingrill“ und zwei Teller mit sehr, sehr scharf gewürzten Fleisch, dass wir aufs Feuer legten. Es war sehr lecker, jedoch brannte unser Mund wie Feuer. Während des Essens wurden wir von ihnen gefragt, ob wir in einer Beziehung sind. Woraufhin wir das Selbe zurück fragten. Alle Drei brachen in ein unglaubliches Gekicher aus und verneinten als Antwort. Obwohl wir die Antwort schon wussten, fragten wir rein zum Spaß und um die Reaktion beobachten zu können, ob sie schon mal jemanden geküsst haben. Ihr Verhalten war noch lustiger als wir es erwartet hatten. Sie fingen an zu kreischen, schrien „Nein, natürlich nicht“ und sagten: „ Das habe ich schon mal im Fernsehen gesehen und es ist so ekelhaft.“ Um euch näher zu bringen, warum die Reaktion so lustig war, aller Drei waren in unserem Alter.

 

 

Am Samstag ging es mit Cecile und einem einheimischen Burschen Nhon zu einem, eine Stunde lang entfernten Tempel. Wir fuhren und fuhren und plötzlich waren wir Mitten in den Bergen des Nationalparks Bac Ma, umgeben von Bäumen und Ruhe. Am Ende der Straße wurde uns ein atemberaubender Blick geboten. Ein riesiger See mit einer bewaldeten Insel und einem riesengroßen Buddha auf ihr, der uns anblickte. Mit dem Boot ging es rüber zu Insel, auf der ein wunderschöner, jedoch neuer Tempel liegt. Die Ruhe, der Ausblick, die spezielle Atmosphäre und die Tatsache, dass diese Tempelanlage von kaum Touristen besucht wird, machten den Moment ganz besonders. Wir blieben zwei Stunden, aßen unsere Jause und setzten unsere Sight – Seeing Tour fort.

 

 

 

 

Der nächste Halt war bei einem Kriegsdenkmal und Gefängnis. Hier hatten Amerikaner Jahre lang Vietnamesen unter grausamsten Umständen festgehalten. Von den neun Gefängnissen war nur noch Eines erhalten, restauriert und naturgetreu mit lebensgroßen Puppen ausgestattet worden. Ein Bunker mit 20 winzig kleinen Einzelzellen, darin ein Brett am Boden und ein Kübel, indem die Inhaftierten ihr Geschäft verrichten konnten (Diese wurden nur alle 10 Tage ausgeleert). Kein Tageslicht und während der Regenzeit stand das Wasser Zentimeter hoch. Nur zwei der Inhaftierten überlebten diese 10 Jahre andauernde Tortur. Jeder bekam noch ein Räucherstäbchen, um für die verstorbenen Seelen zu beten und ihrer zu gedenken.

 

 

Danach besuchten wir noch einen letzten Tempel, dieser wurde zu Ehren einer Prinzessin errichtet, die Vietnam vor einem Krieg bewahrte, indem sie eine Heirat mit einem Prinzen einging. (Leider können wir keine genaueren Daten angeben, da wir Nhon nicht mehr entlocken konnten.) Völlig durchnässt und verfroren, aber glücklich und mit dem Gefühl etwas getan zu haben, kamen wir zurück ins Hotel, um den Tag mit einer heißen Dusche abzuschließen.

 

Am Sonntag mieteten wir uns ein Moped und los ging es topmotiviert zu den Plätzen, die uns Kerstin Tage zuvor gezeigt hatte. Aus unserer berauschenden Tempeltour, wurde letzten Endes nur ein vier stündiger Aufenthalt einer Pagode. Wir hatten das Glück zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, da wir an einer Meditation und einem „Gottesdienst“ mit den buddhistischen Mönchen und Nonnen teilnehmen durften.

 

 

 

Daraufhin führte uns eine der Nonnen durch das Areal und gab uns durch Erklärungen einen guten Einblick in deren Leben und Tagesablauf. Da es danach schon finster wurde, beschlossen wir die restlichen Schauplätze ein anderes Mal zu erkunden und ließen den Tag mit einer Massage und gutem Essen ausklingen.

 

31.12.13 05:25
 


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